Rijksmuseum
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Museumplein: Amsterdams Museumsplatz und wie er entstand

Kurz gesagt

Der Museumplein ist die große offene Rasenfläche im Süden von Amsterdam, mit dem Rijksmuseum an einem Ende, dem Concertgebouw am anderen und dem Van-Gogh-Museum und dem Stedelijk Museum an einer Seite. Bis in die 1870er-Jahre war hier nasse Wiese mit Windmühlen vor der Stadt. Das Gelände sollte mit Villen bebaut werden und hat seine heutige Form seit 1999.

Was auf ihm steht

Vier Institutionen teilen sich den Platz. Das Rijksmuseum kam zuerst: Der Bau von Pierre Cuypers wurde 1885 eröffnet und schließt ein Ende ab wie ein Torhaus. Das Concertgebouw, ihm gegenüber am anderen Ende, gab 1888 sein erstes Konzert. Das Stedelijk Museum, das städtische Museum für moderne Kunst, eröffnete 1895 in einem roten Backsteinbau von Adriaan Willem Weissman. Das Van-Gogh-Museum folgte 1973.

Das Stedelijk und das Van-Gogh-Museum hatten ihre Haupteingänge lange an der Straße dahinter, der Paulus Potterstraat. Beide haben sich inzwischen umgedreht und blicken zum Rasen. Das Stedelijk eröffnete 2012 wieder, mit einem neuen Flügel, den die Amsterdamer die Badewanne nennen, und das Van-Gogh-Museum eröffnete 2015 seine gläserne Eingangshalle.

Wiese, Windmühlen und eine Ausstellung

Seit dem 17. Jahrhundert verliefen hier ein Graben und ein Weg durch die Wiesen, mit sieben Windmühlen daran, meist Sägemühlen und Getreidemühlen. Die letzten Mühlen wurden 1878 abgerissen, um Platz für das Rijksmuseum zu schaffen.

Das leere Gelände hinter dem neuen Museum wurde sofort genutzt. 1883 fand hier die Internationale Kolonial- und Exportausstellung statt, dieselbe Ausstellung, für die die Stadt die Blauwbrug baute. Ab 1887 diente es im Winter als Eisbahn der Stadt, und 1893 wurde darauf die erste offizielle Weltmeisterschaft im Eisschnelllauf ausgetragen. Der niederländische Eisschnellläufer Jaap Eden gewann.

Es war noch immer Stadtrand. Als das Concertgebouw Ende 1886 fertig war, stand es auf einem Feld, zu dem keine gepflasterte Straße führte.

Warum er nie bebaut wurde

Die Stadt plante, das Gelände mit Villen zu bebauen, mit dem Rijksmuseum als Tor zu den neuen Straßen. Cuypers, der Architekt des Museums, sprach sich im Dezember 1891 vor dem Stadtrat dagegen aus. 1902 beschloss der Rat, den größten Teil des Geländes frei zu lassen und nur auf einem Teil Villen zu erlauben. Der Name Museumplein wurde im Jahr darauf festgelegt.

Die kürzeste Autobahn des Landes

Während der deutschen Besatzung wurden auf dem Platz Bunker gebaut. Sie wurden 1946 und 1953 abgerissen. 1953 wurde eine breite Straße aus Klinkern quer über den Platz gelegt, in einer Linie mit dem Durchgang unter dem Rijksmuseum. Sie sollte an die Autobahn aus Den Haag anschließen und Autos ins Zentrum bringen. Anwohner protestierten, der Rest des Plans wurde fallen gelassen, und das Stück, das blieb, bekam den Spitznamen kürzeste Autobahn der Niederlande. Jahrelang parkten Reisebusse darauf.

Die Straße wurde 1997 geschlossen, nachdem unter dem Platz eine Tiefgarage gebaut worden war. 1999 wurde der Platz vom Landschaftsarchitekten Sven-Ingvar Andersson neu angelegt, als Feld, das halb Platz und halb Park ist, mit einem Teich hinter dem Rijksmuseum. An der Seite der Van Baerlestraat steigt ein Stück des Rasens schräg vom Boden auf. Es heißt ezelsoor, das Eselsohr, und darunter liegen die Eingänge zur Tiefgarage und zu einem Supermarkt.

Der Teich wurde 2024 entfernt, weil er stark leckte. Ein neuer soll ihn ersetzen.

Ein Platz für Menschenmengen

Auf dem Rasen versammelt sich Amsterdam, wenn es viele sind. Am 21. November 1981 kamen schätzungsweise 420.000 Menschen hierher, um gegen neue Atomwaffen in Europa zu protestieren. Es war eine der größten Demonstrationen der niederländischen Geschichte. Wenn Ajax einen großen Titel gewinnt, wird die Mannschaft oft hier geehrt.

Besucher suchen noch immer nach den riesigen rot-weißen Buchstaben, die I amsterdam bildeten. Sie standen ab 2005 am Teich und wurden im Dezember 2018 entfernt, nachdem der Stadtrat beschlossen hatte, dass sie als Zeichen gegen den Massentourismus verschwinden sollten.

Wo es zu sehen ist

Unterwegs in Amsterdam? Richte dein Handy auf das, wovor du gerade stehst, und ich erzähle dir die Geschichte dazu.

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