Jüdisches Museum, Amsterdam

Jüdisches Museum

Joods Museum, Jodenbuurt

Das Jüdische Museum ist in vier ehemaligen Synagogen der aschkenasischen Juden Amsterdams untergebracht, die zwischen 1671 und 1752 nebeneinander am Jonas Daniël Meijerplein gebaut wurden. Während der deutschen Besatzung wurden sie geplündert, und als Synagogen wurden sie nicht wieder genutzt. Das Museum wurde 1987 in ihnen eröffnet.

Bevor du sie hörst, eine Rätselfrage

Zwei große Synagogen stehen sich an diesem Platz gegenüber. Welche wurde zuerst eröffnet?

Dieses Museum besteht aus vier Synagogen. Die aschkenasischen Juden Amsterdams bauten sie im Lauf von achtzig Jahren nebeneinander, weil die Gemeinde immer wieder aus der letzten herauswuchs.

Was vor dir steht, ist nicht ein einziges Gebäude. Es sind vier Synagogen, zwischen 1671 und 1752 nebeneinander gebaut und zu einem Museum verbunden.

Gebaut haben sie die aschkenasischen Juden Amsterdams, Familien, die aus Deutschland und Osteuropa gekommen waren. Zuerst kam die Große Synagoge, 1671, vier Jahre früher als die Portugiesische Synagoge gegenüber am Platz. Bald war sie zu klein. In den 1680er-Jahren wurde daneben eine zweite gebaut, im Obergeschoss, über einer koscheren Fleischhalle. Eine dritte folgte 1700. Die vierte, die Neue Synagoge mit der Kuppel, wurde 1752 eröffnet. Sie ist die größte, mit Plätzen für fast tausend Menschen.

Mehr als zweieinhalb Jahrhunderte lang war diese Ecke das Zentrum des aschkenasischen religiösen Lebens in Amsterdam. 1753 schenkte Sara Rintel der Großen Synagoge einen silbernen Leuchter für das Chanukka-Fest, mehr als einen Meter hoch. Dieser Leuchter steht noch immer an seinem Platz.

Im frühen 20. Jahrhundert zogen viele jüdische Familien in neuere Viertel, und in den Synagogen wurde es stiller. Dann kam die deutsche Besatzung. Die meisten Menschen, die hier beteten, wurden deportiert und ermordet. Der letzte Gottesdienst in der Großen Synagoge fand im September 1943 statt. Die leeren Gebäude wurden geplündert, und im letzten Kriegswinter, dem Hungerwinter, wurden die Emporen als Brennholz herausgerissen.

Synagogen wurden sie nicht wieder. Die Stadt kaufte den Komplex 1954 und begann mit der Instandsetzung. Das Jüdische Museum, das selbst von den Besatzern geschlossen worden war und den größten Teil seiner Sammlung verloren hatte, wurde hier am 3. Mai 1987 eröffnet. Die Gasse zwischen den Synagogen wurde mit Glas und Stahl überdacht und zum Eingang gemacht. Die neuen Teile wurden mit Absicht erkennbar modern gestaltet, um den Bruch sichtbar zu machen. Such diese Naht zwischen den alten Backsteinmauern. Zu beiden Seiten liegen Räume, in denen Menschen mehr als 270 Jahre lang gebetet haben. Drinnen erzählt das Museum vom jüdischen Leben hier, damals und heute.

Worauf du achten kannst

  • Die Worte über der Tür

    Such auf der Platzseite die alte Haupttür der Neuen Synagoge. Darüber stehen hebräische Zeilen. Die obere enthält das Jahr, in dem das Gebäude eröffnet wurde, und die untere lautet: Dies ist das Tor des Ewigen, mögen die Gerechten hier eintreten.

  • Die Kuppel

    Schau hinauf zum Dach der Neuen Synagoge. Über der steinernen Balustrade und ihrer gemeißelten Bekrönung erhebt sich die kleine Kuppel, die Tageslicht in den Saal lässt.

  • Das Glas zwischen dem Backstein

    Zwischen der Großen Synagoge und der Neuen Synagoge verlief eine Gasse. Sie ist heute mit Glas und Stahl überdacht, und dort wurden die vier Gebäude verbunden.

  • Die älteste der vier

    Das hohe Backsteingebäude an der Ecke der Nieuwe Amstelstraat ist die Große Synagoge von 1671. Der niedrige Vorbau mit Säulen davor wurde 1822 und 1823 angefügt.

Auf einen Blick

Große Synagoge
Eröffnet 1671
Obbene Sjoel
1680er-Jahre, im Obergeschoss über einer koscheren Fleischhalle gebaut
Dritt Sjoel
1700
Neue Synagoge
Eröffnet am 25. März 1752; die größte der vier
Letzter Gottesdienst
September 1943, in der Großen Synagoge
Museum hier eröffnet
3. Mai 1987
Adresse
Nieuwe Amstelstraat 1, Amsterdam Route

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Das große Ganze

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Quellen

Die Datumsangaben, Namen und Zahlen auf dieser Seite wurden anhand veröffentlichter Quellen geprüft. Das sind die Einträge zu diesem Ort. Die Geschichte ist Lookstorys eigene Erzählung davon. Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026.