Westerkerk
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Was sind Amsterdammertjes, die rotbraunen Pfosten von Amsterdam?

Die kurze Antwort

Ein Amsterdammertje ist der rotbraune Stahlpoller, der in Amsterdam den Gehweg von der Straße trennt. Der Name bedeutet „Kleiner aus Amsterdam“, und jeder trägt die drei Andreaskreuze aus dem Wappen der Stadt. 1984 gab es etwa 100.000 davon; 2003 waren es noch 37.616.

Ein Pfosten mit der Stadt darauf

Geh durch fast jede Straße der Altstadt, und zwischen dir und dem Verkehr steht eine Reihe davon: rotbraune Stahlpfosten, etwa 1,35 Meter hoch. Ein Amsterdammertje ist ein Verkehrspoller, und das Wort bedeutet „Kleiner aus Amsterdam“. Seine Aufgabe ist es, den Gehweg von der Straße zu trennen.

Jeder trägt drei Kreuze, eines über dem anderen. Es sind die drei Andreaskreuze aus dem Wappen von Amsterdam. So trägt jeder Pfosten das Zeichen der Stadt.

Es begann mit alten Kanonen

Um 1800 begannen viele Leute in Amsterdam, Pfosten vor ihre Häuser zu setzen, um den Gehweg zu schützen. Sie waren aus Stein, aus Holz oder aus Metall, und die aus Metall waren anfangs alte Kanonen.

Die ersten gusseisernen Pfosten wurden im späten 19. Jahrhundert gemacht. Ab 1915 gab es einen einheitlichen: Gusseisen, 70 Kilo, mit den drei Kreuzen darauf. Er sah schon aus wie der Pfosten von heute, nur dünner und schwerer.

Leichter, und dann weniger

Ab 1972 wurden die Pfosten nicht mehr aus Eisen gegossen, sondern aus Stahlblech gemacht, und wogen nur noch 20 Kilo. Das ist die Art, die heute in den Straßen steht: Jeder Pfosten der Art von 1915 wurde ersetzt oder entfernt. 1984 gab es etwa 100.000 davon.

Gegen Lastwagen kamen sie nicht an. Die fuhren sie immer öfter um, und Autos konnten weiterhin zwischen ihnen durchfahren. Deshalb wurden in den 2000er-Jahren stattdessen die Gehwege etwas erhöht, und etwa zweitausend Pfosten im Jahr wurden weggenommen. 2003 waren noch 37.616 übrig. Die Stadt verkauft die, die sie entfernt.

Finde die Kreuze wieder

Hast du die drei Kreuze einmal auf einem Pfosten gesehen, findest du sie und die Krone, die zu ihnen gehört, als Verzierung überall in der Stadt. Im Wappen sitzt eine Kaiserkrone oben auf dem Schild. Schau zur Westerkerk hinauf: Die Krone ganz oben auf ihrer Turmspitze ist diese, die österreichische Kaiserkrone von Maximilian I.

Wenn du also das nächste Mal ein Fahrrad an einen lehnst, zähl die Kreuze. Und dann schau, wie weit du gehen kannst, bis die Reihe der Pfosten aufhört.

Wo es zu sehen ist

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